Fidelio - Reinsberg 2008
Thomas Unbedingt, Tomasz Konieczny, Ronald Stamm, Claudia Iten, Wolfgang Bankl, Bernarda Bobro, Alexander Kaimbacher, Johannes Thausing, Jörg Espenkott
Festspielchor Reinsberg
Michael Sturminger
Orchester Wiener Akademie
Martin Haselböck
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Obwohl die Oper Fidelio in ihrer letzten Version am 13. Mai 1814 im Kärntnertor-Theater mit großem Erfolg uraufgeführt wurde, nahm Beethoven in der Folge weitere Änderungen vor: So stellte er die neue E-Dur-Ouvertüre erst zur zweiten Aufführung fertig, Roccos so genannte „Gold-Arie“, die 1806 ersatzlos gestrichen worden war, wurde erst auf Drängen des Bassisten Karl Friedrich Weinmüller wieder eingefügt und Leonores große Arie erklang in ihrer heute bekannten Form wahrscheinlich erst ab der siebenten Aufführung. Da Beethoven die erstmals 1826/27 gedruckte Partitur nicht mehr korrigieren konnte, existiert keine verbindliche „Fassung letzter Hand“. Die eigens für die Festspiele Reinsberg erstellte Fassung des Fidelio berücksichtigt alle dramaturgischen und musikalischen Verbesserungen von 1814, behält aber viele Stellen aus den vorangegangenen Fassungen bei.
Was damit entsteht, ist ein ungewöhnlicher Fidelio, reizvoll in seiner neuen dramaturgischen „Vollkommenheit“.
Die Künstler um Martin Haselböck (Dirigent) und Michael Sturminger (Regie) legen mit dieser DVD eine beeindruckende Arbeit vor, entstehende Parallelen zur Gegenwart sind nicht zufällig und zeigen, wie aktuell der zugrunde liegende Stoff auch heute noch ist.
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Though the last version of the opera Fidelio had its successful premiere the 13th of Mai 1814 at the Kärntertor-Theatre, Beethoven still made later several changes: he finished the new E-major overture just at the beginning of the second performance, Roccos so called “gold aria”, which was deleted completely in 1806, was re-added after the insistence of bass Karl Friedrich Weinmüller and the great aria of Leonore was brought to stage in the actual known version possibly after the seventh performance. As Beethoven could not change the in 1826/1837 printed version, no reliable “version first hand” exists. The especially for the festival Reinsberg prepared version of this Fidelio is taking into consideration all dramaturgic and musical improvements from 1814, but in many cases keeps to the prior versions.
With such, is an unusual Fidelio, charming in a new dramaturgical “completeness”.
The artists around Martin Haselböck (conductor) and Michael Sturminger (direction) present with this DVD an impressive work, drawn parallels to reality are not by chance and show, how present the material is still today.
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"Das Orchester ist sensationell, der Klang von einer einmaligen Rauheit und Archaik. Und was die Hörner leisten, ist überirdisch. Ich hätte mir nie gedacht, dass man diese Oper auf Naturhörnern spielen kann." NEWS, Heinz Sichrovsky
"Martin Haselböck und die Wiener Akademie musizierten grandios.... Fazit: Beethoven modern und schlüssig inszeniert und wunderbar musiziert." Niederösterreichische Nachrichten, Thomas Jorda
"Aus dem Orchestergraben tönen unmittelbare, zerbrechliche, manchmal auch raue Klänge. Die 'Wiener Akademie' von Intendant Martin Haselböck unterstreicht mit ihrem lebhaften Klangteppich die Spannung der Inszenierung." Niederösterreichische Nachrichten, Katharina Weissinger
"Die Wiener Akademie Haselböcks fühlt sich bei den raschen Tempi des Dirigenten fühlbar wohl." Salzburger Nachrichten, Derek Weber
"Eine höchst interessante Fidelio Produktion. Reinsberg-Intendant und Dirigent Martin Haselböck greift mit seiner Wiener Akadmie zum Teil auf frühe Versionen von Beethovens Meisterwerk zurück und erzielt damit - besonders in der Kerkerszene - packende Wirkungen." Kurier, Andreas Oplatny
"Großer Applaus dann auch dem Orchester Wiener Akademie, von Martin Haselböck gegründet und auf Originalklang-Interpretation spezialisiert, was sich in der Open-Air Akustik besonders reizvoll anhört." Der Standard, Steiner
(entnommen von www.wienerakademie.at)
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